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Pressestimmen – Choreograf

Schneewittchen und die sieben Zwerge

Tanzmärchen / Deutsche Tanzkompanie Neustrelitz
Aussattung: Pascale Arndtz (www.pascale-arndtz.de)
Premiere: 07.11.2008

NORDKURIER / 02.05.2008 (Voraufführung)/ von Susanne Schulz

Märchenhaft moderne Mächte

...Dass Neustrelitz im Hinblick auf facettenreiche Tanzkunst sowieso keineswegs hinter den sieben Bergen liegt, hat sich ebenfalls herumgesprochen - und wird erneut belegt durch das Märchenballett Schneewittchen..., das am Wochenende in der Schlosskulisse sowohl die kleinen als auch die erwachsenen Zuschauer begeisterte...

Als universell erweist sich...auch die tänzerischen Sprache": In seinem ersten Handlungsballett bringt der Choreograf Bernd Lanzke...eine Reihe gut ausgearbeiteterCharaktere auf die Bühne...

Unversehens gerät der Knabe in die Märchenwelt, irrt dort zunächst ein wenig umher und findet schließlich eine Vakanz in der hübsch individuell skizzierten, pfiffigen Zwergenbande, wo er die herkömmlichen Hackordnung" aufmischt. Klassische Märchenanmutung und moderne Elemente, Fantasie- und Erfahrungswelt verbinden sich in der tänzerischen Umsetzung...

FULDAER ZEITUNG / 18.12.2008 / von Wolfgang Hohmann

Ohne alberne Zwerge und mit viel Niveau - Schneewittchen begeisterte als Tanzmärchen im Schlosstheater

...Die (gemeint: die Tänzer der Deutschen Tanzkompanie Neustrelitz) präsentierten sich in der von Bernd Lanzke ersonnenen Choreografie - tänzerisch zwischen klassischem Ballett und modernen Ausdrucksformen - so, dass sich die mehr als 2000 Kinder in den vier Vorstellungen problemlos mit diesem ungewohnten Theatergenre anfreunden konnten.

... Es war ein guter Einfall, von einem Bühnenkind", das später in die Rolle des siebten Zwergs schlüpfte, mit einem Fußball die Distanz zwischen der Bühne und den ersten Reihen zu verringern,...

Da Waldemar Wirsing, ..., eine sehr differenzierte Musik ersonnen hat, die nicht nur tanzbar ist, sondern auch humorvoll und die hübschen Auftritte der sieben fröhlichen Gesellen zum Beispiel beim Matratzen-Rondo" überzeugend trägt, erreichte dieses Schneewittchen" aus Mecklenburg-Vorpommern die Kinder und schafft Theatervergnügen mit wenig Requisiten und viel Niveau...

NORDDEUTSCHE RUNDSCHAU / 22.12.2008 / von Peter A. Kaminsky

Begeisterndes Ballett bei den sieben Zwergen - Getanztes Schneewittchen" imTheater itzehoe

Die" - das ist die Deutsche Tanzkompanie", die die 70minütige Tanztheater- Inszenierung von Schneewittchen so liebe- und schwungvoll auf die Bühne brachte, dass das Kinder- und Erwachsenen-Publikum mit dem Beifall am Schluss gar nicht aufhören wollte.

Die Floskel ist hier wirklich angebracht: Wie gebannt wirkte das Publikum - Ohren und Augen auf, Klappe zu! Nur Sponti-Kommentare begleiteten das getanzte Spiel. Wobei der Skeptiker Lügen gestraft wird: Märchen als Ballett geht super! Die farbenfrohen und witzigen Kostüme und der schier unerschöpfliche Vorrat an ausdrucksstarken und gefühlsmäßig intensiv nachzuvollziehenden Bewegungen... und dann der vielfältige Tanzstil - das alles wirkte wie aus einem Guss. Märchen als Ballett? Ballett als Märchen!

MÄRKISCHE ALLGEMEINE / 27.12.2008 / von Steffi Pyanoe

Zum Finale ein anrührendes Omen

...Die Tanzkompanie aus Neustrelitz beschert dem kleinen und großen Publikum eine zauberhafte Vorstellung, die die altbekannte Geschichte fesselnd aufzupeppen vermag...

Die klassische Choreografie ist keineswegs verschwunden, sondern verbindet sich leichtgängig mit Einflüssen des modernen Tanztheaters. Besonders die sieben Zwerge treiben so manchen Schabernack, im Gemenge miteinander, mit sieben Stühlchen und sieben kleinen Matratzen, die als Betten herhalten müssen. Kontrastreich und ein wenig traditioneller die Choreografie der bösen Königin (Claudia Rietschel) - und natürlich des unschuldigen Schneewittchens (Sophia Mailinger), wunderbar ausgespielt zur Musik von Waldemar Wirsing, da braucht es keine erklärenden Worte...

Die Hochzeit von Schneewittchen war das Schönste" schwärmt die fünfjährige Hanna... und ihre Feststellung, die böse Königin mochte ich nicht", ist vielleicht das beste Indiz für eine gelungene Choreografie...

LEIPZIGER RUNDSCHAU / 11.12.2008 / von Jörg Reuter

Schneewittchen braucht keine großen Worte - Deutsche Tanzkompanie begeisterte Kinderschar...


... Dafür erlebten die Mädchen und Jungen..., sowie die Schüler... ein hervorragendes Tanzmärchen. Nach der Musik von Waldemar Wirsing hatte der Chef und Choreograf der Deutschen Tanzkompanie, Bernd Lanzke, das Stück inszeniert. Die elf professionellen Tänzerinnen und Tänzer... bewiesen: Kindermärchen brauchen keine großen Worte. Allein mit Körpersprache und einigen Requisiten lässt sich eine fesselnde Geschichte erzählen.

Gebannt und aufmerksam verfolgte das junge Publikum die Aufführung. Immer wieder applaudierten die Kinder spontan. Schließlich verabschiedeten sie die Tänzer... mit frenetischem Applaus. Ich fand es ganz hervorragend und kindgerecht umgesetzt", lobte die Klassenlehrerin der 1a der Grundschule Böhlen, Roswitha Berghammer...

Opera

Tanzstück / Mecklenburgischen Staatstheater Schwerin
Premiere: 20.01.2005

SCHWERINER VOLKSZEITUNG / 22.01.2005 / von Manfred Zelt

Miniaturen aus Witz und Poesie

Ohne Anfang ohne Ende" heißt der neue Tanzabend im E-Werk. Mit vier choreografischen Momentaufnahmen bestätigen Mitglieder des Ensembles den Anspruch, unter den Bedingungen eines Mehrspartentheaters Kontakt zur Moderne im Ballett zu halten. Wow- und Bravorufe bei der Premiere...

Als Dessert wieder der Spaß. Ausgelassen mischt Bernd Lanzke in Opera" nach Opernschlager ... Klassikvokabular mit Pantomimischen. Szenen der Komödianten. Sie nehmen Allüren der Diven hopp und deren Untertanen, die sie auf Händen, Schenkeln, Rücken tragen, sie umschwirren und verbiegen. Brümmer, Schwarz und Yovcheva paradieren und parodieren. Und so ironisch wie virtuos gibt Jose Martinez Grau klassische Spritzer in den Operncocktail.

Scherz und durchaus tiefere Bedeutung in diesem Programm. Das kleine Ensemble zeigt in der kleinen Form die Vielfalt der Körpersprache. Da steckt der Anfang für Phantasie ohne Ende. _

Schmetterlinge im Eis

Tanzstück / Mecklenburgischen Staatstheater Schwerin
Premiere: 15.01.2004

SCHWERINER VOLKSZEITUNG / 17.01.2004 / von Manfred Zelt

Klassik trifft Pop und Folklore - Starke Leistung: Getanzte Balladen" im Schweriner E-Werk

... Eine Ballade ist ein Erzähl-Gedicht. Oft verdichtet es das Schicksalhafte, mit dem der Mensch konfrontiert ist, schildert auch naives erleben. Und so sitzt bei Bernd Lanzkes Schmetterlinge im Eis" erst mal ein Eisbär in Nebelschwaden auf einer Kühlbox im pfeifenden Wind und versucht Gesangslaut: Oohhiap oder so ähnlich....Diesen Schmerzbeziehungsliedern gibt Lanzke Gestalt mit pulsierender Bewegung.

In denen Klassikelemente Pop treffen. Nicht artistisch als Leistungssport, sondern als Fähigkeit, Inneres sichtbar zu machen. Choreografie ist Komposition mit dem Körper: Melodiesuche, Gleichklang, Dissonanz. In Gruppen und Soli schwingt hier, dreht sich, jagt und springt traurige Poesie.

Rowena Ansell schafft die Skizze einer seelisch zerrissenen Frau, Jose Martinez Grau berührende Momente der Besinnung und Melancholie. In Duetten, wie von Leticia J. Latronico und Mirko Giorgino, spiegelt sich emotionaler Kampf. In vier Paaren flattert Erregung hin zum Auseinanderlaufen. Aber vorm Welken rettet der Eisbär mit Sonnenbrille die rote Liebesblume in seiner Kühlbox. Tanztheater-Pop, der unter die Haut geht... Ein Abend der Gefühlsbewegung.

OSTSEEZEITUNG / 17.01.2004 / von Philip Rössner

Wärmendes in der Eiszeit

... Im ersten Teil, gestaltet von Bernd Lanzke, stand am deutlichsten das Grönemeyersche Pathos im Raum. Dessen Liebeslieder, die in sprachverliebten Slogans Grenzerfahrungen reflektieren, wurden von acht Tänzern begleitet,... Lanzke vermied den nahe liegenden Paartanz ebenso wie eine allzu abstrakte oder rein illustrative Choreografie und erschloss das Zentrum dafür wiederholend und variierend mit dezenten Figuren von den Seiten. Der Perfektion und Intensität der Musik die Waage zu halten war allerdings unmöglich. Streckenweise wirkten die Tänzer unterlegen und wie Nebensache, hielten aber mit ernsthafter Konzentration stand...

MorgenGrauen

Tanzstück / Mecklenburgischen Staatstheater Schwerin / E-Werk
Premiere: 24.01.2003

SCHWERINER VOLKSZEITUNG / 28.01.2003 / von Manfred Zelt

Pas de deux der Krisen - TanzWERKstatt 4 im Schweriner E-Werk

... Stumm erzählt wird über unterschiedliche Beziehungen, sonderlich in Krisen.

Sie sind die Motivklammer für die vier Tanzschöpfungen.

... Mit MorgenGrauen" hat Bernd Lanzke nachhaltige Skizzen über Gewalt in der Ehe entworfen. In drei Variationen auf Songs von Tori Amos offenbaren sich zwischen Soli, Paaren und Gruppen radikale Emotionen. Lanzke hat für unterschiedliche Entscheidungen eine ebenso deutliche wie intensive Körpersprache gefunden.

Es ist die griffigste Kreation dieser Werkstatt... Ein Abend, der in Bruchstücken intensiver erzählt als manches Handlungsballett es vermag.

OSTSEEZEITUNG / 24.01.2003 / von Ina Schwarz

Schweriner Ballett tanzt zu Bachs Kaffee-Kantate

... Beziehungen auch als Ausgangspunkt einer Choreografie von Bernd Lanzke: MorgenGrauen" (Musik Tori Amos) erzählt melancholisch, kraftvoll und rhythmusbetont. Auf der Bühne die Geschichte dreier Frauen. Szenen von Gewalt in der Ehe. Körper tanzen auf Kreuzungen, vor Entscheidungen und beim Neubeginn...

Paris, Pariser, Paradiesisch

Tanzstück / Theater & Philharmonie Thüringen
Premiere: 03.06.2000

OSTTHüRINGER VOLKSZEITUNG / 06.06.2000 / von Uschi Lenk

Tanz im anderen Raum" wird Repertoire bereichern

Phantasievoll, erotisch und witzig zugleich präsentierte sich die Choreografie Paris, Pariser, Paradiesisch" von Bernd Lanzke... Dieses leichte Händchen" bewies Lanzke auch mit seiner choreografischen Diplominszenierung. In 13 Szenen beschwor er das illustre nächtliche Paris, führt dort Menschen und Figuren zusammen...

Für das richtige Kolorit sorgte - zum Teil live gespielt - Musik, unter anderem Chansons von Edith Piaf, Jaques Brel und Gilbert Becaud, und dabei konnten die Zuschauer Lanzke auch als Sänger erleben.

GERAER ZEITUNG / 04.06.200 / von Angelika Bohn

Schwelgereien zwischen Tango und Musette

...In den zweiten anderen Raum" führt das Tanzstück von Bernd Lanzke Paris, Pariser, Paradiesisch". Musette und Chanson, sterbender Schwan und Nathalie - der aus Guben stammende Tänzer mit der seltenen Begabung zum Komischen und in jüngster Zeit auch als Sänger zu erleben, entführt seine Zuschauer mit allen Sinnen nach Paris.

In eine Stadt voller Klischees, die er mit deftigem Schalk und schöner Ironie auf die Bühne holt: den Glöckner von Notre Dame, das Phantom der Oper, die Chansonette Edith Piaf, die unentwegt fotografierenden Touristen, die charmant-störrischen Pariser Kellner, die Models und ihren Meister Karl... Das ist komisch und traurig, rührend und heiter zugleich. Für Greverath und Schilcher hat Lanzke einen furiosen Pas de deux entwickelt, und ehe sich Sentimentalität breit macht, gibt es den nächsten Gag.

Nur einmal, wenn Hooligans den Polizisten zusammenschlagen, verliert diese Taktik der Brüche ihren heiteren Charme, erinnern diese starken Szenen doch an die Bilder der Fussball-WM, als deutsche Fussballrowdys den französischen Polizisten Nivel fast zu Tode prügelten... Viel Bravo und Beifall für Choreografie und Tänzer am Ende.